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Der Zeitmesser

Die wichtigsten Komplikationen

Das Gehäuse

Patente und Innovationen

Der Zeitmesser

Patek Philippe zählt zu den wenigen Manufakturen, die eine 175-jährige Tradition vorweisen können. Sie ist seit ihrer Gründung 1839 ohne Unterbrechung in der Fertigung von Zeitmessern tätig, die von Kennern als die besten der Welt betrachtet werden. Dieser Ruf beruht weitgehend auf der Philosophie vom Miteinander von Tradition und Innovation, und nicht zuletzt verdankt das Unternehmen sein unentwegt wachsendes Ansehen dem leidenschaftlichen Engagement der Familie Stern, die Patek Philippe 1932 übernommen hatte und seither für ihre Weiterentwicklung und ihr Wohlergehen besorgt ist. Heute ist Patek Philippe die letzte unabhängige Genfer Uhrenmanufaktur in Familienbesitz.

Der unbestrittene Star des 175-jährigen Patek Philippe Jubiläums ist ein in sieben Jahren zu höchster Perfektion entwickeltes Meisterwerk: eine Double-face Armbanduhr mit Wendegehäuse, fantastischem Finish, 20 Komplikationen und – wie schon im Namen angedeutet – einem Orchester von Schlagwerkfunktionen, wie es noch nie zuvor in einer Armbanduhr zusammengefunden hat: eine Grande Complication, die den Klang der Zeit neu erfindet und zelebriert. Diese jüngste Krönung der Haute Horlogerie ist eine Uhr mit äußerst komplexem Innenleben. Den Zeitmesser mit einem einzigartig handgravierten Gehäuse wird es nur in sieben Exemplaren geben – sechs davon für den Verkauf an Sammler und Liebhaber sowie eins für die Kollektion des Patek Philippe Museums.

Als Uhr von unglaublicher Komplexität und mit unvergleichlichem Klang hat die Grandmaster Chime den Lorbeerkranz, der ihr Gehäuse schmückt, redlich verdient. Sie ist ein visionäres Meisterwerk, das dem Auge ebenso schmeichelt wie dem Ohr.

Die 20 Komplikationen auf einen Blick
No 1
Grande Sonnerie
No 2
Petite Sonnerie
No 3
Minutenrepetition
No 4
Schlagwerkmodusanzeige (Silence/Grande Sonnerie/Petite Sonnerie)
No 5
Alarm mit Zeitschlag
No 6
Ewige Datumsrepetition
No 7
Gangreserveanzeige des Gehwerks
No 8
Gangreserveanzeige des Schlagwerks
No 9
Schlagwerk-Isolationsanzeige (Schlagwerke betriebsbereit/blockiert)
No 10
Zweite Zeitzone
No 11
Tag-/Nachtanzeige zur zweiten Zeitzone
No 12
Augenblicklicher ewiger Kalender
No 13
Wochentagsanzeige
No 14
Monatsanzeige
No 15
Datumsanzeige (auf beiden Zifferblättern)
No 16
Schaltjahrzyklus
No 17
Vierstellige Jahresanzeige
No 18
Mondphasen
No 19
24-Stunden-Zifferblatt mit Minutenanzeige
No 20
Kronenpositionsanzeige (Aufziehen R, Alarmzeit einstellen A, Zeigerstellen H)

REF. 5175R

Mechanisches Uhrwerk mit Handaufzug Kaliber 300 GS AL 36-750 QIS FUS IRM. Grande Sonnerie, Petite Sonnerie, Minutenrepetition. Schlagwerkmodusanzeige (Silence/Grande Sonnerie/Petite Sonnerie). Alarm mit Zeitschlag. Datumsrepetition. Gehwerk-Gangreserveanzeige. Schlagwerk-Gangreserveanzeige. Schlagwerk-Isolationsanzeige (Schlagwerke betriebsbereit/blockiert). Zweite Zeitzone. Tag-/Nachtanzeige zur 2. Zeitzone. Augenblicklicher ewiger Kalender. Wochentags-, Monats- und Datumsanzeige. Schaltjahrzyklus. Vierstellige Jahresanzeige. Mondphasen. 24-Stunden- und Minuten-Hilfszifferblatt.

Kronenpositionsanzeige (Aufziehen/Alarmzeit einstellen/Uhrzeit einstellen). Massivgold-Zifferblätter, opalen silberfarben. Uhrzeitseite mit guillochiertem Zentrum und aufgesetzten römischen Goldziffern. Alligatorlederband mit quadratischen Schuppen, handgenäht, dunkelbraun, handpatiniert. Gold-Faltschließe, komplett handgraviert. Wendegehäuse, komplett handgraviert, Feuchtigkeits- und staubgeschützt, nicht wasserdicht. Roségold. Durchmesser: 47,4 mm. Dicke: 16,1 mm.

Die wichtigsten Komplikationen

A) Grande Sonnerie

Krönung des Schlagwerk-Orchesters ist die Grande Sonnerie, die zu den seltensten Komplikationen zählt und automatisch die Stunden und Viertelstunden auf drei Tonfedern schlägt. Zu jeder vollen Stunde lässt die Grande Sonnerie die Stundenzahl auf der tief gestimmten Tonfeder erklingen. Zu den Viertelstunden schlägt sie erst die Stunden, dann die Anzahl der Viertelstunden mit Dreifachschlag auf allen drei Tonfedern, wobei jedes Viertel seine eigene Melodie besitzt. Es brauchte viel uhrmacherisches Genie, um diesen Mechanismus im kompakten Gehäuse einer Armbanduhr unterzubringen. Die Herausforderung wurde mit einem Doppelfederhaus für 30 Stunden Schlagwerk-Gangreserve und mit sorgfältig drapierten Tonfedern bewältigt, die den für Patek Philippe Schlagwerkuhren typischen, klaren und voluminösen Klang erzeugen. Anstelle der Grande Sonnerie kann die Petite Sonnerie oder gar der Silence-Modus (Stille) gewählt werden, in dem vom Lauf der Zeit nur noch das kaum hörbare Ticken des Uhrwerks zu vernehmen ist.

B) Minutenrepetition

Der Zeitschlag auf Verlangen ist eine viel bewunderte Spezialität von Patek Philippe und wird auch als Königin der Komplikationen bezeichnet, was der Grande Sonnerie die Würde der Kaiserin verleiht. Patek Philippe ist berühmt für die akustische Qualität ihrer Schlagwerkuhren. Es ist immer wieder ein magisches Erlebnis, im Dunkeln das Repetierwerk auszulösen, um mit einer Folge kristallklarer Klänge die Zeit auf die Minute genau zu erfahren. Bei der Grandmaster Chime ist die Minutenrepetition in den Mechanismus der Grande Sonnerie integriert und wird durch sanftes Betätigen des Drückers in der Aufzugskrone in Gang gesetzt.

C) Alarm mit Zeitschlag

Mit der Grandmaster Chime wird zum ersten Mal in der Uhrengeschichte die Schlagsequenz der Minutenrepetition für einen akustischen Alarm verwendet, der auf sanfte Weise die gewählte Alarmzeit erklingen lässt. Ist ein Alarm aktiviert, sind alle anderen Zeitschläge blockiert und bleiben still, bis der Alarm ausgelöst oder vorzeitig ausgeschaltet wurde. Als Erinnerung an einen aktivierten Alarm erscheint das glockenförmige Fenster im Alarmzeitzifferblatt in roter Farbe und wechselt erst wieder auf Weiß, wenn der Alarm ausgeklungen ist.

Die Alarmzeit kann im 24-Stunden-Hilfszifferblatt bei 12 Uhr auf die Viertelstunde genau eingestellt werden. Der Alarm wird aber stets zwei Minuten vor der gewünschten Zeit ausgelöst, um einen allzu kurzen Zeitschlag zu vermeiden, beispielsweise um 1 Uhr. Zwei Minuten zuvor schlägt der akustische Alarm 12.58 Uhr mit 12 Schlägen für die Stunden, drei Dreifachschlägen für die drei Viertel und 13 Minutenschlägen – eine Zeitindikation, die nicht zu überhören ist.

D) Ewige Datumsrepetition

Die Grandmaster Chime trägt auf beiden Zifferblättern eine Datumsanzeige, die als Teil des augenblicklichen ewigen Kalenders trotz unterschiedlich langer Monate und der Schaltjahre stets das korrekte Datum anzeigen (mit Ausnahme jener Säkularjahre – als nächstes 2100 – die sich nicht durch 400 dividieren lassen). Darüber hinaus lässt ein genialer Repetiermechanismus das Datum als Weltpremiere auch akustisch erklingen: die Zehntageintervalle mit Doppelschlag hoch-tief und die Anzahl der seither verstrichenen Tage mit hohem Ton. Die Inspiration zur Datumsrepetition geht auf ein Gespräch zurück, das Thierry Stern zehn Jahre zuvor mit einem wohlbekannten Sammler geführt hatte. Noch nie zuvor hatte es diese Komplikation gegeben, doch sie funktioniert auf Anhieb mit der Perfektion einer langbewährten Errungenschaft.

E) Augenblicklicher ewiger Kalender

Bei der Grandmaster Chime besitzt der augenblickliche ewige Kalender mit Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahrzyklus und Jahresindikation ein eigenes elegantes Zifferblatt, das mit seiner aufgeräumten schlichten Gestaltung optimale Ablesbarkeit gewährleistet. Rund um die vierstellige Jahresanzeige (eine höchst seltene Komplikation bei Armbanduhren, für die ein Patent angemeldet wurde), sind vier Hilfszifferblätter angeordnet: die Wochentage (links), die Monate (rechts), das 24-Stunden-Hilfszifferblatt (oben) und das Datum mit Schaltjahrzyklus (unten).

F) Ortszeit, zweite Zeitzone und Mondphasen

Die Grandmaster Chime besitzt ein einzigartiges Repertoire an akustischen Indikationen, zeigt die Zeit aber auch auf herkömmliche Weise mit Zeigern und in Kombination mit sehr nützlichen Komplikationen an. Oft möchte man auch die Uhrzeit anderer Weltgegenden wissen, weil Angehörige oder Geschäftspartner im Ausland sind. Hierfür hat die Uhr einen goldenen Stundenzeiger, der auf eine zweite Zeitzone eingestellt werden kann und mit einer Tag-/Nachtanzeige gekoppelt ist, damit man nicht versehentlich jemanden mit einem Anruf bei der Nachtruhe stört. Und weil der Mond nie seinen Zauber verlieren wird, gehört die Anzeige seiner wechselnden Gesichter zu den beliebtesten horologischen Komplikationen.

Das Gehäuse

Design und Gehäuse

Beim großformatigen Auftritt der Uhr denkt man gleich an die schmuckvolle und kräftig gebaute Sky Moon Tourbillon. Doch das über und über mit Handgravur verzierte Gehäuse der Grandmaster Chime spielt in einer eigenen Liga, weil es einen Wendemechanismus besitzt, der dem Zeitmesser zwei völlig gleichwertige Gesichter verleiht. Das Uhrzeitzifferblatt zeigt auch die Schlagwerkfunktionen, während sich das andere ganz auf den augenblicklichen ewigen Kalender konzentriert. Dank einem raffinierten patentierten Mechanismus, dessen Entwicklung drei Jahre in Anspruch nahm, kann die Uhr kinderleicht gedreht und wieder sicher verriegelt werden. Diese aufwendige Funktion erfordert ein Gehäuse, das ähnlich wie sein Uhrwerk höchst komplex konstruiert ist. Es besteht aus 214 Einzelteilen, während ein herkömmliches Uhrengehäuse nur etwa zwölf Komponenten umfasst. Dafür ist es ein wahres Kunstwerk und das erste runde Wendegehäuse, das sich beidseitig gleichermaßen komfortabel tragen lässt. Trotz des komplexen Designs sind die vielen Funktionen denkbar einfach zu bedienen, und die Zeitschläge tönen klar und klangvoll.

Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse
Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse
Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse
Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse

Dekors und Zifferblätter

Die Grandmaster Chime präsentiert selten gewordene handwerkliche Fertigkeiten, die bei Patek Philippe hoch geschätzt werden – eine Bühne für kunsthandwerkliche Perfektion durch Meisterhand. Das Gehäuse und die Faltschließe in 18 K Roségold tragen aufwendige Handgravuren von Lorbeerblättern, die seit der Antike die Häupter von Siegern schmücken. Ebenso eindrücklich sind die beiden Massivgold-Zifferblätter. Die Uhrzeitseite mit den Sonnerie-Funktionen trägt zierliche Gold-Appliken und zeigt im Zentrum eine wellenförmige Strahlenguillochierung. Die klassisch-schlichte Kalenderseite ist nach den Vorstellungen des Ehrenpräsidenten Philippe Stern gestaltet.

Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse
Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse
Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse
Die Patek Philippe Grandmaster Chime Design und Gehäuse

Patente und Innovationen

Patente

Die Grandmaster Chime unterscheidet sich von allen bekannten Uhren. Für sechs ihrer Innovationen wurden Patente erteilt, und auch andere Aspekte zeigen neuartige Lösungen hinsichtlich ihrer Ausführung oder Technologie.

Die Patek Philippe Grandmaster Chime

Zu den Patenten gehören

Alarmmechanismus mit akustischer Zeitinformation, um eine vorgewählte Alarmzeit mit Hilfe des Minutenrepetitions-Mechanismus zu schlagen

Isolierung der Grande Sonnerie im Ruhemodus (Silence)

Wahl des Schlagwerkmodus – Grande oder Petite Sonnerie oder Silence – durch einfaches Betätigen eines Schiebeschalters

Datumsrepetition zur akustischen Anzeige des Datums, als Erfinder ist Thierry Stern eingetragen

Rundes Double-face Armbanduhrgehäuse mit Wendemechanismus, das um seine Längsachse gedreht werden kann und sicher in den Anstößen einrastet

Mechanismus für vierstellige Jahresanzeige (Patent angemeldet), die automatisch mit der Schaltjahranzeige synchronisiert ist und einen Mechanismus zur komfortablen Vor- und Rückwärtskorrektur der Anzeige besitzt.

Die Patek Philippe Grandmaster Chime

Isolationsmechanismen

Diese Uhr, für die zahlreiche Herausforderungen bewältigt werden mussten, gilt für viele als Höhepunkt genialer Uhrmacherkunst. Doch je komplizierter das Innenleben einer Uhr wird, desto wichtiger ist es, ihre Bedienung so einfach und sicher wie möglich zu gestalten. Deshalb wurden wichtige Vorkehrungen getroffen, um versehentliche Fehlmanipulationen durch den Benutzer auszuschließen. Es sind Isolationsmechanismen, die bestimmte Funktionen blockieren, um eine Beschädigung durch ungewolltes Auslösen zu vermeiden. Dies betrifft Mechanismen zum Abkoppeln des Alarms und der Grande Sonnerie, eine Blockierung aller Schlagwerkfunktionen, sowie das Deaktivieren der Grande und Petite Sonnerie, der Minutenrepetition und des Alarms, sobald die Aufzugskrone gezogen ist.

Solche Isolationsmechanismen leisten einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Wertsicherung einer Patek Philippe Uhr, indem sie Fehlfunktionen vorbeugen und ihren einwandfreien Gang langfristig gewährleisten.