Die Patek Philippe Salons: Genf

Der Genfer Salon darf wohl als „Primus inter Pares“ bezeichnet werden. Als Patek Philippe 1853 wegen ihres Wachstums größere Räumlichkeiten benötigte, bezog man zwei Stockwerke eines Gebäudes an der Rue du Rhône.

Die Firma schloss zunächst einen Fünfzehn-Jahres-Vertrag ab, doch inzwischen ist sie hier seit über 160 Jahren zuhause. Der Standort ist zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden.

Heute steht die historische Produktionsstätte von Patek Philippe ganz ihren Kunden zur Verfügung, für die das hehre Gebäude auch eine Art spirituelles Zuhause ist, schlicht „Le Salon“ genannt.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte Patek Philippe Stockwerk für Stockwerk das gesamte Gebäude übernommen. Als die Firma die Immobilie 1891 käuflich erwarb, fiel die Entscheidung für eine Renovierung. Das Unternehmen beauftragte den berühmten Architekten Jacques-Elisée Goss, der den Bau in das prächtige, rundum erneuerte und klassisch schöne Stammhaus verwandelte.

In den Innovationen beim Innenausbau kommt der radikale Ansatz von Goss vielleicht besonders gut zum Ausdruck. Als Pionier der aufkommenden Moderne stattete er das Untergeschoss mit leistungsstarken Stromgeneratoren aus - für die damalige Zeit technisch revolutionär -, die in allen Räumen für elektrische Beleuchtung sorgten und die Energieversorgung zum Antrieb der Werkzeuge und Maschinen sicherstellten.

Die Gestaltung von Goss sorgte für eine immense Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Keine andere Werkstatt konnte mithalten bei den Hygienestandards oder den technischen Ressourcen, die nicht zuletzt die Arbeitsqualität der Mitarbeiter steigerten. Goss' letzter Coup war die Installation einer Zentralheizung im Untergeschoss, die das gesamte Gebäude mit Wärme versorgte und die individuelle Regulierung der Raumtemperatur in jedem Raum ermöglichte - damals ein fast unvorstellbarer Luxus.

Eine letzte Umgestaltung erfolgte zwischen 2004 und 2006, als Philippe Stern unter anderem entschied, dass man beim Betreten des Salons im Erdgeschoss von einer Vision empfangen werden sollte: Schaufenster, in denen man die komplette Patek Philippe Kollektion in ihrer ganzen Pracht bewundern konnte. Schließlich waren in den oberen Stockwerken viele Jahre alle Fertigkeiten und Professionen vereint, die es braucht, um diese winzigen tickenden Universen zu erschaffen. Das gesamt Gebäude ist durchdrungen von der Liebe zur Uhrmacherkunst und der hohen handwerklichen Kompetenz.

Wer den Raum für die Kollektionen, den Belle Epoque Salon mit seiner doppelten Deckenhöhe, betritt, wird aufseufzen vor Behagen und Entzücken. Die Wände sind mit wohltuend dunklem Holz verkleidet, die Stirnseiten mit Cordoba-Leder bespannt. Ein majestätischer Original-Lüster von Maison Baguès – der Pariser Firma, deren Kreationen auch in Versailles und im Londoner Ritz zu bewundern sind – beleuchtet den historischen Salon; für den modernen Showroom hat Baguès einen neuen Kaskaden-Kronleuchter geschaffen, der seinen schimmernden Glanz auf eine hinterleuchtete Alabasterwand wirft. Zwei antike Tiffany-Tresore, die man von der Firma erwarb, als Tiffany 1876 Genf verließ, ergänzen das Ambiente um eine attraktive Komponente von historischem Charme.

Vor allem aber vermittelt dieses luxuriöse, souverän gelassene Ambiente ein Gefühl der stillen Intimität und des Willkommens - es ist ein Ort zum Schauen, Verweilen und freudigen Entdecken.

Adresse

Salons Patek Philippe

41, rue du Rhône, 1204 Genf, Schweiz.
Tel.: +41 22 809 50 50, Fax.: +41 22 809 50 60.

Richtungen (via GoogleMap)

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10:00 - 18:30
Samstag: 10:00 - 18:00

Feiertage:

Freitag, 19. April / Montag, 22. April / Donnerstag, 30. Mai / Montag, 10. Juni / Donnerstag, 1. August / Donnerstag, 5. September / Mittwoch, 25. Dezember / Donnerstag, 26. Dezember / Mittwoch, 1. Januar 2020 / Donnerstag, 2. Januar 2020

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