2 - Inspiration

Die Meister seltener Handwerkskünste heute

Thierry, Sandrine und Philippe Stern erklären, was die Familie inspiriert, auch in Zukunft seltene Handwerkskünste zu fördern und zu bewahren.

Seit vielen Dekaden trägt Patek Philippe dazu bei, jahrhundertealte Dekorationstechniken zu bewahren: Es wurden regelmäßig Aufträge an Künstler vergeben, die entweder unabhängig im eigenen Atelier arbeiten oder als Meister einer seltenen Handwerkskunst in den Genfer Werkstätten der Manufaktur tätig sind. Wie sorgt Patek Philippe dafür, dass diese Künste auch weiterhin prosperieren? 

Einzigartige Dekors

Jedes Jahr entstehen etwa 40 Einzelstücke, kreiert für Liebhaber und Sammler. Darüber hinaus wird auch die reguläre Kollektion um neue Modelle erweitert, die mit seltenen Handwerkskünsten verziert wurden. Es geht uns nicht darum, der Mode zu folgen oder allgemeine Trends aufzugreifen, sondern eine starke, unverwechselbare Identität zu präsentieren, die auf Tradition gründet.

Der Gestaltungsprozess ist hier das Werk eines Teams unter der Leitung von Sandrine Stern, Kretaivdirektorin bei Patek Philippe, und ihrem Mann Thierry Stern, dem Präsidenten der Manufaktur. In ständigem Dialog mit den Kunsthandwerkern entwickeln sie Ideen, die schließlich in ein bestimmtes Design münden, und beaufsichtigen die Projekte und die Qualität des Endresultats. 

Die Dom-Pendulette – das perfekte Medium

Das ideale Schaufenster für Dekorationstechniken ist dank ihrer Maße die Dom-Pendulette. Die großzügigen, gewölbten Oberflächen dieser Tischuhren bieten die perfekte Leinwand für die virtuose Kunst des Emaillierens (insbesondere in Cloisonné-Email). Klassische Patek Philippe Dekors sind Tier- und Blumenmotive, doch es finden sich in jüngster Zeit auch andere Sujets. Die Sammlungen des Museums sind eine Inspirationsquelle, doch eine weitere sind ferne Orte, denn das Interesse aus anderen Teilen der Welt schlägt sich manchmal in den Dekors nieder. Das Kreativteam weiß sehr wohl, dass Verzierungen in einer bestimmten Farbe oder eine gewisse Opulenz in der einen Kultur begeistern wird, während man in anderen eher Zurückhaltung bevorzugt. Manche Szenen entspringen der Fantasie des Handwerkers, andere sind detailgetreue Nachbildungen großer Kunstwerke in erstaunlich verkleinertem Maßstab.

Auch Taschenuhren bieten dem Künstler größere Arbeitsflächen als die kompakte Armbanduhr. Heute werden sie von Sammlern hoch geschätzt: nicht primär zum Ablesen der Zeit, sondern in erster Linie als Kunstwerke – fantastische Beispiele für eine Kombination von Handwerkstechniken wie das Emaillieren und Guillochieren, das Gravieren und Edelsteinfassen. 

Die Inspiration der Handwerker

Für die jeweilige Gestaltung gibt es keine festen Regeln. Die Familie Stern und die Kunsthandwerker entwickeln ihre Ideen gemeinsam im Rahmen der kreativen Unternehmenskultur bei Patek Philippe, die sie zur Neuinterpretation und Weiterentwicklung ihrer Entwürfe inspiriert. Dabei müssen sie stets die Grenzen und Potenziale der beteiligten Disziplinen und zugleich die besondere Begabung jedes einzelnen Meisters berücksichtigen.

Es gibt jedoch gestalterische Unterschiede zwischen der Arbeit an einem Modell für die aktuelle Kollektion und der Kreation eines Unikats. Da man im ersten Fall mit seltenen Handwerkskünsten verzierte Uhren für einen größeren Kreis von Liebhabern kreieren will, wird es zahlreiche Einschränkungen geben, die bei der Fertigung von mehr als einem Exemplar unausweichlich sind. Doch dank der limitierten Stückzahlen werden auch solche Modelle stets Raritäten bleiben.

Ein bereits existierendes Modell mit einer erlesenen handgefertigten Verzierung zu versehen, ist eher schwierig. Eine Ausnahme ist vielleicht die Gravur, doch selbst dabei muss das Material die erforderliche Stärke haben. Hier gilt es, langfristig zu planen, und im Allgemeinen müssen die Modelle gezielt für die geplante Dekoration – sei es mit einer Reliefgravur, Emaillierung oder mit Edelsteinen - entworfen werden. 

Raritäten – aus guten Grund

Bei den Rare Handcrafts-Uhren übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Die Handwerker, die ihre Kunst auf einem so hohen Niveau beherrschen, sind dünn gesät, und Patek Philippe wird nie Kompromisse machen, was die Qualität angeht – etwa die eigenen Ansprüche opfern, um die Produktionsmengen zu erhöhen. Seltenheit ist der gemeinsame Nenner: bei den ausgefeilten Techniken, den Kunsthandwerkern, die sie beherrschen, und den Kreationen, die ihre Meisterschaft unter Beweis stellen. 

Siehe Ref. 982/161G-001
Patek Philippe Ref. 982/161G-001

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